7. Kapitel

Der Clan lebte jetzt genau 10 Sonnenaufgänge beim See des Lebens. Neben diesem war ein große Lichtung. In einer hohen Felswand gab es einen perfekten Bau für Ahornstern. Sturmherz und sein Bau lag in einer großen Höhle am Fuße der Felswand. Die Kinderstube war in einem dichten Farngestrüpp, das die Krieger mit Brommbeerranken verstärkt hatten. Auf beiden Seiten der Kinderstube hatten sich die Krieger Nester gebaut. Gegenüber der Kinderstube auch. Die Heiler hatten sich ihren Bau in einem Brommbeerbusch eingerichtet. Dieses Gestrüpp grenzte direkt an eine kleine Höhle in der sie schon angefangen hatten einen Kräutervorrat anzulegen. Unter Farnwedeln daneben hatten sie schon Moos und Farn zu einem Nest zusammen gebaut. In diesem sollten die Patienten untergebracht werden. In der Mitte der Lichtung stand ein großer Felsen mit dem Namen Stein der Anführer. Es waren uralte Pfotenabdrücke darauf.

Grauflügel lief auf den Stein der Anführer zu und setzte sich zu dessen Füßen. »Flammenherz du führst eine Patrouille an die Waldgrenze an. Nimm Wirbelsturm, Fliegendes Blatt und deinen Schüler mit. Brombeerstreifen du führst eine Patrouille zur Sumpfgrenze an. Du nimmst Schwarzstreif, Nadelkralle und Gelbauge mit. Sie hat mich gebeten an dieser Grenze Kräuter sammeln zu dürfen. Passt gut auf sie auf. Die Patrouille zur Flussgrenze wird Tigerpelz anführen. Nimm Häherflug, Rußwolke und Leopardenpfote mit. Ich werde mit Streifenpfote Eschenpfote und Adlerfrost auf die Jagd gehen.« Er wandte sich an Dornenstreif und Rußfell : »Ihr bewacht mit Löwenblitz und Rauchherz das Lager.« »Geht klar!«, Dornenstreif antwortete ihm. »Passt besonders gut auf die Jungen auf! Sie könnten sich aus dem Lager schleichen.« Er wusste wie Eichhornkralles Wurf tickte. Sie würden jede freie Sekunde nutzen um aus dem Lager zu kommen. Er drehte sich um und tappte zu Adlerfrost. »Du übernimmst Streifenpfote und ich betreue Eschenpfote. Geht nicht zu weit vom Lager weg. Wir werden den ganzen Tag jagen müssen um den ganzen Clan satt zu kriegen. In der Nähe des Lagers kann man die Beute schneller auf den Frischbeutehaufen legen.« Adlerfrost nickte und schnippte Streifenpfote mit dem Schwanz gegen ihr Ohr. Grauflügel tappte zu Eschenpfote. »Komm mit, wir jagen heute zusammen.« Der Schüler folgte ihm. Er schnüffelte, der Geruch eines Eichhörnchens wehte ihm in die Nase. »Probier das fette Eichhörnchen da zu fangen«, flüsterte er Eschenpfote ins Ohr. Der junge Kater duckte sich. Grauflügel schob ihn mit der Pfote noch ein bisschen tiefer und fing seinen zuckenden Schwanz ein. »Du musst den Schwanz steif von dir strecken, damit du die Beute nicht mit einem raschelnden Blatt das dein Schwanz aufgewirbelt hat verscheuchst.« Der Kater nickte und schlich sich langsam an das Eichhörnchen heran. Ein paar Momente später kam er mit dem Eichhörnchen im Maul zurück getappt. »Gut gemacht!«, miaute er anerkennend. »Bring es ins Lager und versuch noch mehr zu erbeuten.«

Grauflügel lief das Wasser in der Schnauze zusammen, als er das Kaninchen betrachtete. Tief geduckt schlich er sich an. Er hatte heute schon vier Mäuse, zwei Eichhörnchen und Dieses Kaninchen würde sein letzter Fang sein. Er spannte die Muskeln an und Sprang. Er tötete es mit einem schnellen Biss. Mit Beute beladen machte er sich auf den Weg zu Lager. Kurz davor ertönte ein schmerzlicher Schrei. Grauflügel gefror das Blut in den Adern. Er kannte diesen Schrei! Er sprang ins Lager und warf seine Beute auf den Frischbeutehaufen. Der Schrei erklang wieder. »Sturmherz!!!«

Ende

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