Graupfote spürte wie stolz sein Vater das Eichhörnchen betrachtete, das er gefangen hatte. Als sie zurück in der Höhle waren bemerkte Graupfote, dass Hellpfote eine weiße Maus in die Mitte der Höhle legte. »Hast du die gefangen? Ich habe nämlich ein weißes Eichhörnchen gefangen«, miaute er. »Ja, hab ich!Und weißt du was«,maunzte sie aufgeregt, »Mutter sagt: Wenn man am ersten Tag seiner Schülerzeit ein weißes Beutetier fängt ist das ein Zeichen unserer Kriegerahnen!« »Was bedeutet das?« »Sie haben uns als Schüler akzeptiert!« Ihre Antwort ließ den Stolz in seiner Brust wachsen. »Ich werde stets eine treue und gute Katze sein!«, gelobte er im Stillen.
»Duck dich weg, Graupfote!«, die Stimme seines Vaters drang laut in sein Ohr als Hellpfote sich Sprungbereit machte. Er würde ihren Übungskampf gewinnen! Genau in dem Augenblick als Hellpfote lossprang rollte er sich blitzschnell zur Seite und als sie da landete wo er eben noch gesessen hatte, sprang er wieselflink auf ihrem Rücken. Er presste die helle Kätzin platt auf den Boden und hielt ihre Beine fest. Triumphgefühl durchströmte seinen Körper als sie sich unter ihm wand, aber nicht mehr heraus kam. »Super, Graupfote! Du warst richtig schnell! Mach so weiter!«, sein Vater kam mit Stolz funkelnden Augen auf ihn zu, »Und du Hellpfote solltest noch an deiner Geschwindigkeit feilen!« »Graupfote hat aber längere Beine als ich!«, jammerte sie als Graupfote sie los ließ. »Das stimmt vielleicht, aber du könntest schneller werden. Sogar eins von Raschels Jungen wäre schneller als du!«, entgegnete Dorn.
»Das stimmt nicht! Ich bin einfach nur besser im Mäuse jagen!« Rachel war ein pummeliges Hauskätzchen, das im Zweibeinernest neben Dorns wohnte. Er hatte vor einem Mond nachwuchs mit einer schwarzen Katze im Nest hinter ihm bekommen.
»Graupfote du kommst mit mir auf Kaninchen Jagd und Hellpfote trainiert weiter mit Ruß Kampftechnicken!«, befahl Graupfotes Vater. »Ich will aber…«, Hellpfote stoppte als sie Dorns strengen Blick sah und trottete zu ihrer Mutter. Graupfote stattdessen lief seinem Vater hinterher zum Moorland. So zerzaust und stark Dorn gerade aussah konnte man sich gar nicht vorstellen, dass er ein Hauskätzchen war. Plötzlich hielt Graupfote an und schnüffelte. »Ich rieche ein paar Kaninchen!«, verkündete er. »Du hast Recht ich rieche es auch!« Sofort machten sich die Katzen auf den Weg. Endlich kamen sie bei einem Loch in der Erde an vor dem überall Kaninchen herum liefen. Graupfote spürte wie ihm das Wasser im Mund zusammen lief als er beobachtete wie fett die Kaninchen aussahen. Sein Vater nickte ihm zu und sprang auf die Kaninchen zu, die sofort aus einander stürmten. Graupfote sah wie Dorn ein braungeflecktes Kaninchen verfolgte. Solange er auf ein weißes und ein braunes zusteuerte und ihnen hinterher jagte. Die beiden blieben immer zusammen also legte Graupfote einen Zahn zu und sprang er schnappte sich beide Kaninchen gleichzeitig.
Mit seiner Beute lief er zurück zum Kaninchenbau. Dann entdeckte er noch eins das sich unter einem kleinem Strauch versteckte und sprang darauf zu und schaffte es das Kaninchen auch noch zu fangen. »Gut gemacht!«, schnurrte Dorn als er die drei Kaninchen sah und legte seins ganz oben auf den Stapel. Plötzlich zog ein neuer Duft in seine Nase. Katze! Erschrocken drehte er sich um und sah zwei Kätzinnen auf sie zukommen. »Hallo, mein Name ist Sturm und das ist meine Schwester Rauch«, miaute die eine Kätzin. »Hallo, ich heiße Graupfote und das ist mein Vater Dorn«, antwortete er freundlich. »Wollt ihr für ein paar Nächte bei uns bleiben?«, maunzte er als er ihren ungepflegten Pelz betrachtete und wie mager sie war. Sie war sicher noch in seinem Alter und sollte nicht allein mit ihrer Schwester herumstreifen. »Das wäre schön!«, flüsterte sie dankbar. Graupfote schaute bittend zu seinem Vater auf. »Wenn sie uns helfen die Beute zurück zu bringen, ist es okay«, miaute dieser. Also machten sich die Katzen auf den Rückweg. Als sie bei der Höhle angekommen waren sprang ihnen sofort Hellpfote entgegen. »Wer ist das?«, knurrte sie misstrauisch als sie Sturm und Rauch entdeckte. »Das sind Sturm und Rauch«, antwortete er. »Ach ihr armen Dinger kommt doch rein und esst etwas mit uns«, miaute Ruß als sie Sturms und Rauchs abgemagerte Körper sah.
Zuerst gaben sich alle die Zunge und kuschelten sich eng aneinander. »Jetzt gibt es essen«, schnurrte Ruß.
Graupfote und Sturm aßen zusammen ein Kaninchen und unterhielten sich Fröhlich, solange sich Hellpfote sehr gut mit Rauch verstehen zu schien. Erst jetzt bemerkte Graupfote wie süß sie roch und wie hübsch sie war.
Jetzt erzählte Dorn wieder eine Geschichte der Clans und von diesem Moment an wollte er zusammen mit seiner Familie und Sturm und Rauch umbedingt in einen Clan.